MotoLiebe im Interview: Was du schon immer wissen wolltest

MotoLiebe • MotoLiebe im Interview: Was du schon immer wissen wolltest

Ich liebe es übers Motorradfahren zu reden, daher habe ich einer Interviewanfrage sofort freudig zugestimmt – für noch mehr MotoLiebe!

Vor ein paar Tagen kam von Marten eine Anfrage für ein Interview reingeflattert. Marten interviewt seit 2013 für seine Webseite Einfachgefragt verschiedene Menschen und befragt sie zu ihrem Hobby, Beruf oder ihren Erfahrungen. Da ich mit meinen Blog MotoLiebe noch mehr Menschen fürs Motorradfahren begeistern möchte, stand ich gern Rede und Antwort.

Das Interview mit mir aka MotoLiebe

Einfachgefragt: Ich bin auf deinen Motorrad-Blog gestoßen und er gefällt mir sehr gut, schöne Artikel hast du. Und dein Thema haut auch ganz schön rein! Auf jeden Fall ist Motorradfahren ein sehr interessantes Thema und deswegen würde ich gerne ein kleines Interview mit dir darüber führen:

Wie bist du zum Motorradfahren gekommen?

MotoLiebe: Ich bin eher zufällig zum Motorradfahren gekommen. Ein paar meiner Freunde fuhren bereits Motorrad und haben mich ab und an auf ihre Touren mitgenommen. Das Fahren hatte mir so viel Spaß gemacht, dass ich eines Tages beschlossen habe, selbst Motorrad zu fahren.

Kann das jeder lernen oder braucht man da Geschick für?

MotoLiebe: Fürs Motorradfahren braucht man kein besonderes Geschick. Wirklich jeder kann es lernen! In den ersten Fahrstunden übt man zuallererst auf einem Übungsplatz alle Grundfahraufgaben, um ein Gefühl fürs Fahren und für die Maschine zu bekommen. Erst, wenn man das Anfahren, Halten, Slalomfahren und die verschiedenen Ausweichmethoden schon gut beherrscht, geht es ab in den Straßenverkehr.

Verglichen mit Autos sind Motorräder im Kaufpreis ja relativ günstig. Sind die laufenden Kosten auch niedriger?

MotoLiebe: Ein Motorrad kann durchaus genauso kostenintensiv wie ein Auto sein. Es kommt immer darauf an, wie leistungsstark das Motorrad und die eigene Fahrweise ist. So können Versicherung und die Spritkosten bei einer Rennmaschine beispielsweise genauso hoch sein. Um bei der Kaskoversicherung zu sparen, lassen viele Motorradfahrer ihre Motorräder freiwillig etwas drosseln. Da mein Motorrad, wie viele andere Motorräder in Deutschland auch, ein Saisonkennzeichen hat – ich fahre nur von März bist Oktober – spare ich zusätzlich etwas bei der Versicherung. Zudem muss man bedenken, dass bestimmte Verschleißteile wie Reifen, bei einem Motorrad öfter gewechselt werden als bei einem Auto.

Ist ein Motorrad im Stadtverkehr zeitsparend indem man sich zum Beispiel durch Staus durchmogelt?

MotoLiebe: Erfahrene Motorradfahrer können durchaus schneller an ihr Ziel kommen. Da ein Motorrad kleiner als ein Auto ist, kann es Lücken im Verkehr besser nutzen. Man muss jedoch wissen, dass das Hindurchfahren über die Mittellinie bisher strikt verboten ist. Im September diesen Jahres wurde dem Bundesverkehrsministerium eine Petition mit mehr als 135.000 Befürwortern übergeben, die das Durchschlängeln zumindest im Stau per Gesetzesänderung legalisieren soll.

Wie ist ein Motorrad gegen Diebstahl gesichert? Es sieht immer so aus als ob das einfach jeder nehmen und wegrollen kann.

MotoLiebe: Um ein Motorrad zu sichern hat man verschiedene Möglichkeit, die man am besten kombiniert um es einen möglichen Dieb so schwer wie möglich zu machen. Am besten ist es, das Motorrad in einer gut gesicherten Garage unterzustellen. Leider reicht dies oft nicht aus um das Motorrad vor Diebstahl zu schützen, zumal nicht jeder eine Garage besitzt. Ich selbst habe ein Schloss für die Bremsscheibe und ein langes Kettenschloss, dass ich an einen unbewegbaren Gegenstand schließe, wie beispielsweise an einen Laternenmast. Generell sollte man bei dem Kauf von Schlössern nie sparen.

Welche schönen Routen kannst du empfehlen? Hast du da einen Favoriten?

MotoLiebe: Da ich im Nord-Osten von Berlin lebe und gern die Umgebung auskundschafte, zieht es mich regelmäßig raus zum Werbellinsee im brandenburgischen Landkreis Barnim. Dieser Strecke habe ich sogar einen Artikel in meinem Blog gewidmet. Die Brandenburger Alleestraßen sind wunderschön und die Strecke am Werbellinsee zudem herrlich kurvig. Außerdem fahre ich sehr gerne in den Harz. Das Mittelgebirge im Herzen Deutschlands ist ein Mekka für viele Motorradfahrer und hat viele interessante Sehenswürdigkeiten. Der Harz ist definitiv eines meiner Lieblingsausflugsziele.

Wie weit lässt es sich mit einem Motorrad komfortabel fahren und ab wann tut der Hintern weh?

MotoLiebe: Wie komfortabel man fährt, kommt immer auf das Model des Motorrads an. Hierbei sind die Sitzposition und auch die Federung der Maschine entscheidend. Mit einer Chopper beispielsweise, bei der man sehr gerade und mit fast ausgestreckten Beinen sitzt, lassen sich bequem längere Touren meistern. Rennmaschinen hingegen sind eher auf kurze und schnelle Strecken ausgelegt. Durch die nach vorne gebeugte Haltung und die geringe Federung können sich schon nach 2-3 Stunden der Nacken, die Handgelenke und der Po bemerkbar machen.

Wie gut schützt die Schutzkleidung wenn man doch einmal stürzt?

MotoLiebe: Für mich persönlich ist es sehr wichtig immer und auch an heißen Tagen mit Motorradschutzbekleidung zu fahren. In fast allen Ländern herrscht eine Helmpflicht. Das Tragen von Motorradhandschuhe und Motorradstiefeln, einer Jacke und Hose oder einer Kombi aus Textil oder Leder, sind jedoch mindestens genauso wichtig. Das Material der Schutzbekleidung schütz im Falle eines Falles vor schmerzhaften Hautabschürfungen und die darin integrierten Protektoren mindern die Gefahr vor Knochenbrüchen. Selbst die beste Schutzbekleidung kann natürlich nicht immer vor Verletzungen schützen. Eine dem Wetter und den Verkehrsbedingungen angepasste, wachsame Fahrweise, bewahrt jeden Motorradfahrer noch am ehesten vor schlimmen Unfällen.

Was macht dir Spaß am Motorradfahren?

MotoLiebe: Sobald ich auf meinem Motorrad sitze, bin ich hellwach und voller Abenteuerlust. Ich nehme die Geschwindigkeit und die vorbeiziehende Umgebung direkt auf und fühle mich freier. Seitdem ich Motorrad fahre, bin ich viel öfter in der Natur und genieße die Ruhe. Außerdem liebe das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Das Brummen des Motors geht bei mir direkt ins Herz. Oft macht das Fahren so viel Spaß, dass ich nur kurz zum Tanken vom Motorrad absteige.

Andrea|MotoLiebe
Geschrieben von Andrea|MotoLiebe
Kopf & Herz von MotoLiebe
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *