Macht Motorradfahren einen besseren Menschen aus dir?

MotoLiebe • Macht Motorradfahren einen besseren Menschen aus dir?

Motorradfahren hat mein Leben positiv verändert. Die Frage kann ich daher nur bejahen. JA, es macht einen besseren Menschen aus dir! Lies meine 11 Thesen über das Motorradfahren.

Vorwort

Jeder der denkt, dass Motorradfahren nur ein gefährliches Hobby ist, liegt damit sehr daneben. Wenn du zu denjenigen gehörst, die verteufeln was Millionen von Menschen auf der ganzen Welt lieben, so lies nicht weiter. Wende dich Themen zu, denen du gegenüber offener bist und hab einen schönen Tag.

Alle anderen lade ich dazu ein, meine Liste über die positiven Veränderungen, die das Motorradfahren mit sich bringt, in den Kommentaren zu erweitern.

Der Ursprung des Titels

Meine Frage, inwieweit Motorradfahren einen besseren Menschen aus dir macht, bezieht sich auf eine Aussage des österreichischen Kommunal-Rats und Automobilgeneralimporteurs Friedrich Frey.

Motorradfahren macht einen besseren Menschen aus dir.
(Komm.-Rat Friedrich Frey, Automobilgeneralimporteur)

Ich bin vor einiger Zeit zufällig über dieses Zitat im World Wide Web gestolpert und es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Wie kommt der Herr zu dieser Aussage? Was genau meint er mit „besseren Menschen“?

Klar ist, es geht nicht darum, dass ich als Motorradfahrerin etwas Besseres bin als andere Menschen, „nur“ weil ich Motorrad fahre. Das wäre völliger Quatsch.

Ich denke, es geht viel mehr darum, sich im Laufe seines Lebens selbst zu verwirklichen und zu der Person zu werden, die man sich wünscht. Oft begleiten einem neue Bekanntschaften, persönliche Ereignisse oder eben neue Hobbies auf diesen Weg. Wir alle streben nach etwas, dass uns glücklich macht, uns persönlich stärkt und wachsen lässt.

Meine 11 Thesen über das Motorradfahren:

1Du lernst deine Umgebung besser kennen

Beim Motorradfahren ist der Weg das Ziel. Es zieht dich immer wieder hinaus auf die Landstraßen. Du unternimmst so oft es nur geht Spritztouren durch das Umland, machst halt am Wasser oder auf Aussichtspunkten und blickst auf die landschaftliche Schönheit deiner Heimat.

2Wenn du Motorrad fährst, grüßt du Fremde

Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen grüßen einander, wenn sie sich im Straßenverkehr begegnen. Es gibt sogar Regeln für den Bikergruß (diese sind jedoch mit einem Augenzwinkern zu verstehen). Ein gemeinsames Hobby verbindet.

3Unsere Unterschiede rücken ein wenig beiseite

Wer eine gemeinsame Leidenschaft teilt, rückt näher zusammen. Durch ein gegenseitiges Verständnis füreinander, nimmst du jeden so wie er ist, egal wie unterschiedlich der einzelne Motorradfahrer auch sein mag.

4Du machst etwas nur für dich

Egal aus welchen Gründen du dich anfangs für einen Motorradführerschein entschieden hast, am Ende machst du ihn nur für dich. Du bist bereit für etwas völlig Neues und wirst vielleicht sogar einen 250 Kilo schweren „Feuerstuhl“ lenken. Es liegt ganz bei dir. Uuund… was gibt es wohl Cooleres? Mal ehrlich!

5Deine Gesundheit wird dir wichtiger

Winterspeck? Allein schon der Gedanke nicht mehr in die Motorradbekleidung zu passen – oh nein! Um auch für längere Touren fit zu sein, halten sich viele Fahrerinnen und Fahrer mit Sport fit. Wer fit ist, der lebt gesünder und länger. Ein trainiertes Muskelskelett schützt zudem, im Fall eines Falls, vor noch schlimmeren Verletzungen.

6Du wirst ein klein wenig reifer

Sobald du ein Motorrad dein Eigen nennst, hast du auf einen Schlag mehr Verantwortung. In der Regel besitzt du ab dem ersten Tag alle Versicherungen, bis hin zu einer Unfallversicherung und sorgst dich tagtäglich um dein „Baby“. Mit der Zeit entwickelst du zudem eine Gelassenheit und Reaktionsfähigkeit von denen sich manch ein Autofahrer eine Scheibe abschneiden könnte.

7Dein Glaube an dich wächst

Selbst erfahrene Motorradfahrer kommen immer wieder in neue Situationen, die es zu meistern gilt. Schritttempo fahren ohne ruckeln, sicheres Anfahren am Berg, Ideallinie von Kurven finden – alles will erlebt und auch gelernt sein. Mit jeder neuen Erfahrung, die man auf einem Motorrad ganz allein zu bewältigen hat, wird man selbstsicherer.

8Es gibt eine neue Form der Zuneigung

Wenn ein Geräusch Herzklopfen auslösen kann, dann ist es das Brummen eines heranfahrenden Motorrades. Das Herz brummt mit und jeder anwesende Motorradfahrer dreht sich nach der eisernen Schönheit um. Vom eigenen Motorrad zu reden, zaubert ein Lächeln auf den Lippen und Glitzer in den Augen.

9Die Motorrad-Saison wechselt Jahreszeiten ab

Ja, es gibt sie – die bei-jedem-Wetter-und-zu-jeder-Jahrerzeit-Motorradfahrer. Der Großteil der Biker-Gemeinde fährt jedoch von März bis Oktober. An den kalten Tagen sehnen sie sich nach dem magischen Datum 1. März. Denn dann ist nicht nur meteorologischer Frühlingsanfang, sondern der Beginn der alljährlichen Motorrad-Saison! So teilt sich für (fast) jeden Motorradfahrer das Jahr in Saison und Nicht-Saison.

10Du fährst deinen eigenen Weg

Allein auf einem Motorrad, bestimmst nur du wo es hin geht und wie schnell. Du entwickelst einen eigenen Rhythmus und folgst Straßen, die makellosen Asphalt versprechen und abwechslungseiche Landschaften. Motorradfahren macht unabhängig von MÜSSEN. Du musst gar nichts – vor allem nicht von A nach B fahren.

11Freiheit bekommt eine weitere Bedeutung

Du willst hinaus fahren, alles hinter dir lassen und nur noch den Wind spüren. Am liebsten ohne Halt. Fernweh ist dein ständiger Begleiter.

Andrea|MotoLiebe
Geschrieben von Andrea|MotoLiebe
Kopf & Herz von MotoLiebe
Kommentare

6 Kommentare zu “Macht Motorradfahren einen besseren Menschen aus dir?

  1. Einen Punkt hast Du vergessen: Es macht einfach glücklich :-) Da Du immer voll bei der Sache bist, vergisst Du einfach alles Andere und konzentrierst Dich nur darauf. Und die ganzen Eindrücke und Einflüsse beim Fahren in Verbindung mit der Beschleunigung zaubern Dir unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht, egal wie es Dir vorher ging.

    1. Wunderschön beschrieben Sandra.
      Genau so geht es mir auch ;-)
      Der Kopf wird richtig frei … Konzentration auf das Wesentliche und den Moment.
      Unbedingtes muss auf zwei Rädern. Und am Abend habe ich so viele Eindrücke im Unterbewusstsein, dass ich mit einem Lächeln einschlafe.

      lg gerhard

  2. Das stimmt, das Glück muss unbedingt noch mit in Deine Liste und das Dutzend voll machen. Ich singe gerne beim Fahren. Manchmal haben wir beide, Gesa und ich, Flügel und wir schweben quasi über die Straße. Flow ist das nicht, es ist etwas anderes, das mich ganz dicht bei mir sein läßt.
    Das Motorradfahren hat mich stärker gemacht, ich weiß besser was ich kann und daß ich etwas kann. In sofern hat es mich schon zum besseren Menschen gemacht. Ein Wenig zumindest.

  3. Mit dem Wort besser tue ich mich schwer. Anders passt eher.
    Ein weiterer Punkt: Man lernt neue Menschen kennen. Real, virtuell und diese manchmal auch real.

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