MotoPorträt #5 – Gschichtn Erzählerin Kathinka

MotoLiebe • MotoPorträt No 5 – G'schichtn Erzählerin Kathinka

Kathinkas erste Fahrt auf einem Motorrad war der Horror, sagt sie. Ihre Geschichte und wärmende Tipps für kalte Tage gibt’s hier!

Die Liebe ist ein seltsames Spiel“, sang Connie Francis einst in den 60ern und spricht noch heute vielen Menschen aus der Seele. So erging es auch Kathinka (46) mit ihrem Motorrad. Mit einem Unterschied: Die Liebe kam – wenn auch nicht auf den ersten Blick – und blieb.

Kathinkas Liebe zum Motorradfahren lodert heiß und so ist sie selbst an kalten Tagen auf ihrem „Gelbschen“, einer BMW F 650GS, unterwegs. Ihr Freund, der daran nicht ganz unschuldig ist, fährt eine BMW R 1150GS mit Boxer-Motor. So kurven beide seit Oktober 2014 gemeinsam mit Kuh und Kälbchen – wie Insider die Maschinen nennen – durch die kurvigen Straßen Süddeutschlands und darüber hinaus. Wohin sie reisen und was Kathinka und ihr Freund dabei erleben, schreibt sie gern ausführlich in ihrem Blog nieder. Sie ist eine „G’schichtn Erzählerin“.

Bei schönem Wetter kann man von Kathinkas Heim bis zur die Zugspitze blicken. Nur 54,5 Kilometer trennen sie von der Zugspitz-Seilbahn. Für mich hört sich das traumhaft an! Sollte ich mal in der Gegend sein, werde ich auf jeden Fall ihre Lieblingstour fahren, die sie mir im Interview auch gleich verraten hat.

Wenn ich Motorrad fahre, vergesse ich meine Alltagssorgen. In meinem Kopf ist dann einfach kein Platz dafür. Ich bin dann einfach nur ich. Mitten in der Gegenwart. Wenn ich Motorrad fahre, sehe ich die Welt anders.

War ein eigenes Motorrad schon immer dein Traum?

Im ersten Moment war der Gedanke – Nein. Das ist so nur nicht ganz richtig. Aber dafür muss ich jetzt weit ausholen.

Als Jugendliche fuhr ich regelmäßig mit meiner Schwester mit den Fahrrädern in den Nachbarort zu unseren Reitstunden. Jeweils 6 Kilometer einfach. Ich erinnere mich, dass ich mir dabei oft vorgestellt habe nicht mehr treten zu müssen, sondern einfach am Lenker zu drehen und Gas zu geben. Einen Mofa-Führerschein bekam ich nicht, da unsere Mutter dagegen war. Als ich dann mit 19 meinen Autoführerschein machte, hatte ich nicht genug Geld um beides bezahlen zu können. Ich war Berufsanfängerin mit kleinem Gehalt und ein Auto musste schließlich auch noch gekauft werden. Also geriet das Ganze in Vergessenheit.

Jahre später kam ich dann durch eine frühere Freundin wieder mit Motorrädern in Kontakt. Sie wollte mich immer wieder mal mitnehmen als Sozia, was ich aber vehement abgelehnt habe. Schlicht und ergreifend gesagt: Es fehlte mir an Vertrauen. Nicht das mindeste an Vertrauen in sie und ihre Fahrweise konnte ich aufbringen. Das habe ich ihr so nicht gesagt, mein Bauchgefühl hat mich einfach nicht gelassen.

Das allererste Mal, dass ich dann tatsächlich bei jemandem aufs Motorrad gestiegen bin, war im Februar 2012 bei meinem Mann. Wir haben im Vorfeld viel über meine Bedenken geredet, er hat mir sehr viel erklärt und mir das tiefe Gefühl gegeben, mich wirklich ernst zu nehmen. Gut, ich bekam von ihm ganz klare, strikte Regeln, wie ich mich als Sozia zu verhalten hätte und die Ansage, dass er mich absetzen würde, wenn ich mich nicht daran halten würde. Es wäre auch sein Leben und seine Sicherheit, die daran hängen würden. Ich bin trotzdem aufgestiegen.

Die ersten knapp 40 Kilometer – von Frankfurt zum Feldberg – meines Lebens auf einem Motorrad waren die pure Hölle. Der Wind, die Geschwindigkeit, die Geräuschentwicklung. Horror pur. Wobei ich aber zu seiner Verteidigung sagen muss, dass er wirklich langsam und zurückhaltend gefahren ist. Wirklich. Ich weiß heute, wie er normalerweise fährt. Auf dem Feldberg bin ich dann zitternd und komplett durchgeschwitzt vom Soziussitz gerutscht und habe ein paar Mal tief durchatmen müssen. Es stand ja noch die Frage im Raum, ob ich wieder mit zurückfahren würde. Ehrlich gesagt… ich hatte keine Ahnung.

Zwei Kippen für ihn und einen Tee für mich später, stand die Entscheidung. Ich würde es noch einmal versuchen. Und so fuhr ich wieder mit zurück. So verkrampft, wie ich mich auf dem Hinweg hatte, war es mir aber fast nicht mehr möglich mich vernünftig festzuhalten. Den Krampf in den Unterarmen habe ich noch tagelang gespürt. Ebenso die Schmerzen in den Beinen. Die blauen Flecken waren noch eine gefühlte Ewigkeit sichtbar. Irgendwie nichts, was eine Wiederholung nahelegen würde.

Wie das Leben so spielt, fuhren wir im Mai 2012 dann mit der Kuh in die Vogesen. 1.000 Kilometer in drei Tagen. Mein Mann kennt die Vogesen wie seine Hosentasche, jeden Kieselstein mit Vornamen. Daher gab es Kurven en Masse und nur Nebenstrecken. Hinten drauf eine Sozia, der das Ganze so langsam anfing Freude zu bereiten.

Die nächste Stufe der Herausforderung kam im Mai 2013 anlässlich unseres Südfrankreichurlaubes. 10 Tage und über 3.500 Kilometer in diesem Urlaub mit nur einem 35 Liter Seitenkoffer. Hey, ich bin eine Frau. Das WAR eine kapitale Herausforderung. Damals entstand zum ersten Mal der Gedanke, den Motorradführerschein zu machen.

Es scheiterte anfangs daran, dass ich mir im Mai 2014 mein Knie zerlegte. Was mich aber nicht daran hinderte, im August 2014 wieder als Sozia nach Paris mitzufahren. Wieder nur mit dem 35 Liter Seitenkoffer.

Im Herbst 2014 habe ich dann einfach Nägel mit Köpfen gemacht und das Ganze innerhalb von 4 Wochen durchgezogen. Damals habe ich auch angefangen zu bloggen. Erst nur als privates Tagebuch, inzwischen aber auch in der Hoffnung, dass andere das vielleicht auch interessieren könnte was ich so zu erzählen habe.

Was hat sich für dich persönlich verändert, seit du Motorrad fährst?

In meinem Job geht es aufgrund der Auftragslage und der Personalsituation manchmal zu wie im Irrenhaus. Man wird ferngesteuert, fremdbestimmt. Ich weiß, dass ist heutzutage Jammern auf hohem Niveau, aber es fühlt sich doch oft wie eine Zwangsjacke an.

Durch das Motorrad habe ich eine Form von „Entstressung“ gefunden, die ich vorher nicht hatte, nicht kannte. Ich bestimme alleine mein Tempo, in dem ich unterwegs bin. Ich bestimme alleine, wie weit ich fahren will. Ich hab gelernt, achtsamer zu sein. Auf andere Verkehrsteilnehmer genauso wie auf die Straße, die Umgebung oder den Horizont zu achten. Auf mich selber, auf meine Alltagsbefindlichkeiten, auf mein Tagesform.

Wenn ich Motorrad fahre, vergesse ich meine Alltagssorgen. In meinem Kopf ist dann einfach kein Platz dafür. Ich bin dann einfach nur ich. Mitten in der Gegenwart. Wenn ich Motorrad fahre, sehe ich die Welt anders. Ich lasse mich viel mehr auf das Leben ein als ich es in einer Blechdose je gekonnt hätte.

MotoLiebe • MotoPorträt No 5 – G'schichtn Erzählerin Kathinka • Blick auf die Alpen
Kathinkas heimatlicher Ausblick bei schönem Wetter

Wir alle lieben unser Maschinchen. Was ist das Besondere an deinem Motorrad?

Jede Maschine hat ihren persönlichen, einmaligen Charakter, ihren eigenen Klang – welcher sich im Laufe der Zeit ändert. Das Gelbschen klang anfangs anders als heute. Ich fahre auch anders als der Vorbesitzer. Ja, sie hat ihre Macken. Aber die habe ich inzwischen kennengelernt und kann gut damit leben.

Gelernt habe ich auf einer Kawasaki ER-6n, einem 650 Kubikzentimeter Viertakt-Zweizylindermotor, der bekanntermaßen mit 6-7.000 min-1 eine recht hohe Drehzahl benötigt. Ich habe diese Geräuschentwicklung GEHASST. Es tat mir immer in der Seele weh, dieses Rasenmäherkreischen zu hören. Nicht frühzeitig runterschalten zu können, weil die Maschine das nur schwer verzeiht.

Da ich als Auto einen Diesel fahre, stand dann irgendwann eine Einzylindermaschine gedanklich im Raum. Ein Einzylinder – Bombardier-Rotax – verhält sich schon irgendwie wie ein Diesel. Nicht der schnellste, gutmütig, sehr genügsam auch bei niedrigen Drehzahlen. Nach der Probefahrt war klar – das Motorrad kommt mit. Eine Woche später stand es bei mir.

Was mir an meiner BMW F 650GS so gefällt, ist zum einen die Werkstieferlegung. Dadurch stimmt das ganze Fahrwerk und auch die Länge von Haupt-und Seitenständer. Die niedrige Sitzhöhe von 750 Millimetern passt zu meinen Gehwarzen und ich komme bequem mit dem Vorderfuß auf den Boden.

Zum anderen gefällt mir ihre Wendigkeit. Ich habe mal den Ausdruck „Kurvensau“ gehört und er passt. Das Motorrad legt sich fast von alleine in die Kurve, man muss nichts mehr machen. Dafür fährt es nicht perfekt geradeaus. Man kann nicht alles haben.

Was mir auch gefällt, ist der Tank und seine Position im Motorrad. Der 17,4 Liter fassende Tank befindet sich im Rahmendreieck unter der Sitzbank und bewirkt dadurch einen tiefen Schwerpunkt. Eingefüllt wird der Sprit rechts hinten über eine schräg stehende Tankklappe, was unglaublich erleichternd ist. Man muss nicht jedes Mal den Tankrucksack herunterfummeln.

Durch den großen Tank und den geringen Verbrauch von 4,6 Liter pro 100 Kilometer, habe ich eine Reichweite von mindestens 350 Kilometer. In der Regel geht die Reservelampe zwischen 285 und 290 Kilometern an. Zeit genug, um die nächste Tankstelle zu suchen. Der Knieschluss zur Tankattrappe passt gut und die Fußrasten sind an der richtigen Stelle.

Dann mag ich die unglaublich bequeme BMW-Sitzbank. Schon als Sozia auf der Kuh habe ich sie schätzen gelernt. Als Selbstfahrerin aber noch mehr. Der Sitzkomfort ist grade auf langen Etappen sensationell. 7 Stunden auf dem Kälberrücken und nichts tut weh. Einfach klasse.

Und – was viele wohl nicht verstehen – ich mag das Geräusch, das eine BMW macht, wenn man den ersten Gang einlegt. Dieses typische „Kroncckkk“. Ich steh darauf.

Welches Motorrad würde dich auch reizen?

Die BMW R nineT. ♥ Als Erklärung muss ich dazu sagen, dass ich Motorräder mit großen Frontscheinwerfern, also „Pizzatellern“, eigentlich so gar nicht mag. Mir gefallen eigentlich moderne Fronten viel besser. Als ich das erste Mal vor der Ninette stand, war es schon irgendwie Liebe auf den ersten Anblick – was nicht heißen soll, das ich mein Gelbschen nicht trotzdem schön finden würde. Aber die Ninette ist definitiv die Nummer 1 auf der Zukunftswunschliste möglicher Nachfolgerinnen.

Du wohnst in Oberbayern. Welche Strecken kannst du für Motorradfahrer besonders empfehlen?

Da ich keine Kilometerfresserin bin, wird das schwierig. Die meisten Motorradfahrer, die ich kennengelernt habe, wollen möglichst viele Kilometer abreißen in möglichst kurzer Zeit oder möglichst viele Pässe in möglichst wenigen Tagen abfahren.

Meine persönliche Wohlfühlstrecke ist durchschnittlich etwa 140 bis 160 Kilometer lang, hat möglichst viele Kurven, ohne dabei viele Ortschaften zu tangieren. Wenn sich dann noch ein paar Kirchen zum Fotografieren finden, ist es umso schöner. Im Pfaffenwinkel und Umgebung finden sich reichlich davon.

Das hier ist zum Beispiel eine Strecke, wie ich sie für eine Wohlfühlstrecke wählen würde. Viel Kleinkram, wenige größere Orte. Einfach gemütliches 150 Kilometer Kurvenfahren:

Einige deiner Arbeitskollegen fahren auch Motorrad. Inwieweit verbindet euch das?

Gar nicht. Es sind ausschließlich Männer, die mit dem Motorrad in die Arbeit fahren. Männer, die mich nicht ernst nehmen.

Als ich das erste Mal mit dem Gelbschen in die Arbeit gefahren bin, sah mich ein Vielfahrer-Kollege neben meinem Motorrad stehen. Ich war in dem Moment damit beschäftigt, den Helm an den Lenker zu hängen und das Motorrad abzuschließen. Seine Reaktion war typisch.

„Is des deeiiiin Motorrad?“ Naja, ich stehe daneben, hänge den Helm an den Lenker und bin dabei es abzuschließen. Der Verdacht liegt nahe, ist aber wohl nicht offensichtlich.

„Wo hastn die Leiter um da rauf zu kommen?“ Naja, ich scheine damit gefahren zu sein. Also komme ich da wohl rauf, oder?

„Da kimmsd doch gor ned mit de Fiass auffn Boden.“ Doch, doch. Meine Beine sind so lang, das sie tatsächlich bis auf den Boden reichen. Wirklich.

„De is doch vui z’schwar fia di.“ Gut, das fällt unter berechtigte Anmerkung. Wenn es denn eine Anmerkung und keine Feststellung wäre. Aber es ist meine Entscheidung, was für ein Motorrad ich mir kaufe. Also ist es auch mein Problem, ob ich es gehoben bekomme oder nicht. Btw – ich kann die 193 Kilo aufheben. Schon unfreiwillig getestet.

„Was willstn mit sonnem fetten Eimer?“ Sprach der Fahrer einer Goldwing. Danke fürs Gespräch.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, das die meisten Kollegen es als eine Art Midlife-Crisis bei mir ansehen. Ich bin Ü45, nicht verheiratet, habe keine Kinder, also spinn ich mir was anderes zu Recht. Welche normale Frau macht in DEM Alter schon ihren Motorradführerschein, wenn sie nicht irgendwas kompensieren will?

Welche Erfahrungen hast du bereits beim Fahren mit anderen Motorradfahrern gesammelt?

Ganz unterschiedliche. Ich hatte einige sehr schöne Begegnungen. Wie zum Beispiel mit dem Magdeburger Pärchen, das ich auf dem Weg zum Plansee getroffen hatte.

Aber es gibt leider auch ein paar weniger schöne Begegnungen. Rasende Münchner Knieschleifer, die einen rücksichtslos schneiden und dabei sich und den Gegenverkehr in Gefahr bringen. Die einen unfassbaren Stiefel zusammen fahren nur um der Linie Willen. Im Großen und Ganzen hält es sich die Waage und ich hoffe, dass es so bleibt.

Wobei ich aber ganz klar sagen muss, dass es in Frankreich völlig anders läuft. Dort geht man mit Zweiradfahrern ganz anders um. Viel rücksichtsvoller. Ich liebe es, in Frankreich zu sein. Egal ob als Sozia oder mit dem eigenen Motorrad. Was mir auch ganz extrem aufgefallen ist, ist das man dort als Motorradfahrer anders wahrgenommen wird. Vor allem als Motorrad fahrende Frau. Es ist ein merkwürdiges Interesse plötzlich da, ein Wohlwollen mit dem Frau bedacht wird. Egal wie verschwitzt man ist, in den allermeisten Fällen bekommt man ein Lächeln. Und ein kleines Gespräch. Selbst die Schlümpfe – von „Les Schtroumpfs“, einer mittelschweren Beamtenbeleidigung eines französischen Polizisten – sehen einen anders.

Du bist Allwetterfahrerin. Welche Tipps hast du fürs Motorradfahren im Winter?

Das A und O ist die richtige Bekleidung. Warm, wärmer, am wärmsten. Wenn man beim Anziehen nicht leicht schwitzt, bedeutet es, das man nicht warm genug bekleidet ist. Da hilft nur eine Lage Klamotten zusätzlich.

Was trage ich im Winter (-2° bis +10°C)?

Oberteile:
1. Lage – Funktionsshirt von Odlo Longsleeve X-Warm, Super weich, warm und vor allem am Boppes länger geschnitten. Da rutscht nix aus der Hose raus.
2. Lage – langärmeliges Skiunterhemd mit Stehkragen
3. Lage – Motorradjacke mit Thermofutter.

Unterteile:
1. Lage – klassische Thermostrumpfhose
2. Lage – Skiunterhose, innen aufgeraut
3. Lage – Motorradhose mit Thermofutter

Wenn es noch kälter wird, muss man zusätzlich als 4. Lage die Regenklamotten überziehen. Die sind definitiv winddicht und halten die Wärme in den unteren Kleidungsschichten. Wenn es wärmer wird, verschwindet eben eine der Thermoschichten.

Hände:
Heizgriffe sind eine feine Erfindung. Denn über kurz oder lang werden auch in Kuhfuß (Zweifinger-) Handschuhen die Finger kalt. Und das ist entsetzlich unangenehm. Meistens ist in so einem Moment das Problem, dass der gewählte Handschuh ZU KLEIN ist. Zu eng. Durch zu große Enge kann kein isolierendes Luftpolster mehr entstehen. Und schon frieren einen die Finger ab. Wobei ich aber noch auf der Suche nach den perfekten Unterziehhandschuhen bin. Leider.

Füße:
Warme Füße sind auch ganz wichtig. Warme Socken sind also unvermeidlich. Geeignet sind da zum Beispiel Snowboard-, Ski- oder Tourengeher-Socken. Die sind von Haus aus dafür designed warm zu sein. Abgesehen davon, gibt es die in vielen lustig bunten Farben. Was im Winter auch ganz nett ist. (grinst)

Stiefel:
Ja. Das ist meine größte Baustelle. Ich suche noch immer nach DEM perfekten Motorradstiefel. Da ich leider mit einem üppigen Wadenumfang gesegnet bin, ist das nicht ganz einfach. Meine jetzigen sind leider nicht warm genug. Es müssen also neue her.

Planst du bereits längere Motorradtouren für diese Saison?

Wenn man Ausdauertraining als längere Touren zählt, dann ja. Ich möchte bis zum Sommer in der Lage sein, mit dem Motorrad nach Frankfurt am Main fahren zu können. Das sind 430 km einfach, aber bis jetzt schaffe ich das noch nicht. Und das ist das erklärte Ziel: Strecken bis zu 450 km zu schaffen.

Motorradurlaube an sich sind für 2016 bisher nicht geplant, da wir für den geplanten Segeltörn im Sommer sehr viele Urlaubstage benötigen. Vielleicht eine Woche oder so. Aber geplant ist nichts. Vielleicht Vogesen oder Slowenien. Mal schauen.

Zu welchen Motorradtreffen wirst du 2016 anreisen?

Zu gar keinen. Während der BMW Motorrad Days Garmisch bin ich nicht in Bayern. Die RRR-Megafete 2016 findet zwar statt, nur dieses Mal leider in Österreich. Daher werde ich wohl eher nicht hinfahren. Auf 5 Stunden – einfach – nur Autobahn habe ich keine Lust. Für ein 3 Tage Event ist es mir auch zu weit. Die iMot haben wir zwar ganz kurzfristig besucht, aber ich finde sie zu teuer. 14 Euro pro Erwachsener ist eine Menge Geld dafür, dass ich wenig sehen kann und es unfassbar voll ist zeitweise. Ist nicht so meines, solche Menschenmengen.

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© Die für den Artikel verwendeten Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung von Traumprinz zur Verfügung gestellt.

Andrea|MotoLiebe
Geschrieben von Andrea|MotoLiebe
Kopf & Herz von MotoLiebe
Kommentare

5 Kommentare zu “MotoPorträt #5 – Gschichtn Erzählerin Kathinka

  1. „Ich bin dann einfach nur ich“ – genau das Gefühl kenne ich ich so gut, seit ich Motorrad fahre. Ich muss nichts darstellen, keine Erwartungen erfüllen, mich niemandem anpassen. Ich bin einfach nur ich, fahre meinen Weg und genieße mich und mein Bike.

    Wieder auch ein Lob an Andrea, die es immer wieder schafft, den Charakter der Bikerin sensibel zu erfassen und somit jedes Interview zu einer speziellen Geschichte wird.

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