Warum Motorradfahrerinnen einfach kein Klischee erfüllen

MotoLiebe • Warum Motorradfahrerinnen einfach kein Klischee erfüllen

Ich vs. Klischee der Motorrad fahrenden Rockerbraut. Mit den allgemein bekannten Klischees und Vorurteilen aufzuräumen, wird mir ein besonderes Vergnügen sein.

Vorurteile gegenüber Motorradfahrern abzubauen ist DIE Herzensangelegenheit meines Blogs MotoLiebe schlechthin!

Wie ich bereits bei der Mission von MotoLiebe kurz angerissen habe, amüsiert es mich immer wieder aufs Neue, wenn es im Gespräch mit neuen Bekanntschaften zum Thema Hobbys kommt.

Das große Staunen ist vorprogrammiert. In den Augen meines Gegenübers sehe ich die Bilder der Klischees schon aufblitzen.

Ich fahre Motorrad. Ja. Ich mache aber auch regelmäßig Yoga, Pilates, gehe unheimlich gerne ins Kino und treffe mich am liebsten mit Freunden zum Essen. Seit Oktober 2014 ernähre ich mich sogar komplett fleischlos. Also – was sagt all das über mich aus? *grins*

Ich mag das Wort „Klischee“ überhaupt nicht. Also weg damit und her mit den WOWs!

Hier die TOP3 WOWs!

Das jeder Mensch anders ist, ist so klar wie Kloßbrühe. Du kannst einen Menschen nicht über ein Hobby beurteilen und schon gar nicht anhand seines Aussehens. Und wie sieht jetzt so eine Motorradfahrerin aus? Na wie alle anderen Frauen auch! (Überraschung?)

MotoLiebe • Motorradfahrerinnen • Top3 WOWs
Statistikermittlung via b4p und einer Studie von Kelton Global für Harley Davidson

1.Motorradfahrerinnen im Zeichen des Om

Klischee: kastenförmige Frauen mit Schnurrbart

Laut Statistik … Habe ich schon erwähnt, dass ich Statistiken liebe? … machen Motorradfahrerinnen in ihrer Freizeit doppelt so viel Yoga und Pilates als ihre Genossinnen ohne Motorrad. Yoga und Pilates sind eher, ich sage mal, „geschmeidige“ Sportarten. Frau wird fit und vor allem helfen diese Sportarten ganz wunderbar dabei den Kopf frei zu bekommen. Das Ganze hat natürlich nichts damit zu tun, dass Motorradfahrerinnen generell eine innerliche Unruhe empfinden und sofort auf Krawall gebürstet sind, sobald sie mal keine Oms machen. *lach*

Tendenziell sind Motorradfahrerinnen sportlich aktiver und verbringen ihre Freizeit gerne im Freien. Kein Wunder – so ein Motorrad will ausgefahren werden!

Ich denke, ich brauche an dieser Stelle nicht zu erwähnen, dass Motorradfahrerinnen sich genauso gerne schminken und auch gerne Wellness-Tempel besuchen, wie andere Frauen auch. Der übliche, schöne, unnötige Weiberkram eben.

2.Frauen auf Glücksfahrt

Klischee: Lederhose tragende Mega-Zicke

Ich kann hiermit ganz offiziell bestätigen: Wir tragen Lederhosen und sind glücklich dabei! Nicht alle, manche tragen auch Textilbekleidung, aber viele.

Motorradbekleidung aus Leder gibt auf der Maschine gibt nicht nur optisch gut was her, sondern besitzt zudem eine hohe Abriebfestigkeit. Im Falle einer Rutschpartie wird es also weniger brenzlig. Das Fahren in Alltagskleidung ist keine clevere Option. An dieser Stelle erhebe ich mal nicht den pädagogischen  Zeigefinger und verweise zum Weiterlesen auf einen Artikel des ADACs zum Thema Motorrad-Schutzkleidung.

Wie ich in meinem vorherigen Artikel bereits erwähnt habe, sind laut einer Studie Motorrad fahrende Frauen glücklicher. Und wer glücklich ist, zickt nicht rum. Also – Thema erledigt.

3.Visionen statt Midlife-Crisis

Klischee: künstlicher Fingernägel und Latte Macchiato

Ich möchte niemanden auf die Pumps treten, viel mehr geht es darum, dass man, beziehungsweise Frau, weiß was sie im Leben will.

Motorradfahrerinnen gelten als mutiger und risikofreudiger. Das zeigt sich tatsächlich auch in den Statistiken. Wenn es um die berufliche Weiterentwicklung geht, sind Motorradfahrerinnen offen für neue Chancen und Herausforderungen. Sie genießen das Leben und sehen die Dinge lockerer, so die Aussagen.

Wenn man die Zahlen genauer betrachtet, bestehen die Motorradfahrerinnen nicht nur aus abenteuerlustigen, ernährungsbewussten Bioliebhabern. Unter ihnen mischen sich viele Hausfrauen und Frauen, die einer selbständigen Arbeit von zu Hause aus nachgehen. Ja, mit Kind und Kegel.

Der Wunsch nach einem familiären Umfeld ist also ähnlich stark ausgeprägt wie bei allen anderen auch. Sage ich jetzt mal so… und die Zahlen.

In diesem Sinne : Weg mit jeder Art von Klischee – es lebe der Unterschied!

Andrea|MotoLiebe
Geschrieben von Andrea|MotoLiebe
Kopf & Herz von MotoLiebe

Wer meint, ich würde Motorradfahrerinnen zu sehr in den Himmel loben, hat selbst noch keine getroffen.  ;-)

Kommentare

3 Kommentare zu “Warum Motorradfahrerinnen einfach kein Klischee erfüllen

  1. Gefällt mir gut was du geschrieben hast. Bin neugierig auf mehr. Und jaaa, motorradfahrende Frauen sind tiefenentspannt. Ein Grund warum ich die tieffliegenden Hexen gegründet habe. Es geht nicht um Angabe sondern um den Spaß.
    Liebe grüße Biene

  2. Nun ja, ein „Klischee“ erfüllen Motorradfahrerinnen schon: Sie sind klein. Also zumindest aus meiner Perspektive mit 2m Körpergröße, der sehr lange ein Nicht-Enduro-Bike gesucht hat (es ist eine krass umgebaute Suzuki V-Strom 650 geworden, die nun eher wie eine Yamaha FJR aussieht).

    Es gibt so viele schöne Motorräder, darum ihr Frauen, habt bitte Verständnis dafür, dass wir Männer aggressiv reagieren, wenn Frauen auf die Hersteller zugehen und unbedingt wollen, dass auch die letzten vebliebenen Exemplare für Große (BMW R1200 GS, Yamaha XTZ 1200, KTM 1×90 Adventure, Ducati Multistrada etc.) „diskriminierungsfrei“ so angepasst werden sollen, dass auch ihr drauf passt. Wenn ihr solche Arten von Motorrädern mögt, dann schaut euch besser mal die Benelli TRK 502 an. Ist auch gleich günstiger.

    https://www.motorradonline.de/test/benelli-trk-502-im-fahrbericht.826218.html

    Aber das ist auch das einzig Negative, was ich an Motorradfahrerrinnen erlebe, laut für die Motorradverkleinerung votieren (ist wie bei Rentnern, die sich beim Ober beschweren, dass die Portionen ZU GROSS wären).

    Macht ihr das nicht? Prima. Ansonsten gibt’s eigentlich nichts Negatives was überhaupt von einer Frau auf eine Motorrad kommen könnte. Da freue ich mich über Jede die fährt (und auch mit den jugendlichen Nachwuchs animiert einzusteigen).

    Weitermachen, äh -fahren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *