Vorbereitung ist alles: Ohne Stress zum Motorradführerschein

MotoLiebe • Vorbereitung ist alles: Ohne Stress zum Motorradführerschein

Am liebsten möchte man gleich rauf aufs Motorrad und dem Sonnenuntergang entgegen fahren. Wenn alles mal so einfach wäre.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man auf dem Weg zum Führerschein Zeit und Nerven spart. Gute Vorbereitung ist das Stichwort und dabei möchte ich dir helfen!

Lies meine 5 Tipps, wie du ohne Stress den Motorradführerschein machst:

1.Wähle deine Fahrschule sorgfältig aus

Eine gute Fahrschule ist das A und O. Leider reicht es nicht, in die nächstgelegene Fahrschule zu schlendern um dort den sogenannten Ausbildungsvertrag zu unterschreiben. Vorab solltest du genau recherchieren wie gut die eine oder andere Fahrschule wirklich ist.

Nach einer passenden Fahrschule kannst du fleißig googeln oder du befragst Freunde und Verwandte nach ihren Erfahrungen mit den ortsansässigen Fahrschulen. Noch besser – einer von ihnen hat dort den Motorradführerschein gemacht und nicht „nur“ den Autoführerschein . So kann die- oder derjenige am besten beurteilen wie gut die Ausbildung am Motorrad beim jeweiligen Fahrlehrer ist und hat zudem nützliche Insider-Infos, beispielsweise ob und wie geduldig und hilfreich der Fahrlehrer ist.

Eine Interessante Info wäre auch, ob man sich für die ersten Fahrstunden direkt bei der Fahrschule Motorradbekleidung ausleihen kann. Ein eigener Helm ist zumeist ein Muss. Er sollte ja auch schließlich gut sitzen, denn jede(r) hat ja bekanntlich seinen eigenen Kopf. *grins*

Mein persönlicher Tipp für die Fahrschuhl-Recherche: Falls du noch gar keine Idee hast, welche Fahrschule für dich die richtige ist, empfehle ich dir, dich in Facebook-Gruppen umzuhören. Motorradfahrer sind generell sehr auskunftsfreudig und helfen gerne weiter. Garantiert!
Ich selbst bin Gruppenmitglied der Facebook-Gruppen Motorrad Freunde Berlin Brandenburg und Biker Revolution. Beide Facebook-Gruppen sind geschlossene Gruppen, du kannst ihnen jedoch auch (noch) ohne Führerschein beitreten. Poste dort deine Frage(n) und warte die zahlreichen Antworten ab!

2.Beantrage alle nötigen Unterlagen so bald wie möglich

Um zu erfahren, welche Unterlagen und Voraussetzungen du für eine Beantragung der Fahrerlaubnis benötigst, empfehle ich dir einen Artikel des ADACs zu lesen. Dort findest du alle Details für den amtlichen Antrag. Ich selbst kann Behördengänge absolut nicht ausstehen. Da kommt man leider nur nicht drumherum. Es ist jedoch sehr wichtig, diesen Antrag nicht auf die lange Bank zu schieben.

Bevor du überhaupt einen Antrag beim Amt persönlich beantragen kannst, musst du vorab einen Erste-Hilfekurs absolvieren und einen Sehtest machen.
Da dies alles Zeit (und Geld) beansprucht – so ein Erste-Hilfe-Kurse findet nicht jeden Tag und überall statt – kann das schon mal unnötig Zeit fressen. Und wir wollen ja alles ganz ohne Stress durchziehen, richtig?

Bitte bedenke: Das Amt braucht eine gewisse Zeit deinen Antrag zu bearbeiten, dies kann unter Umständen mehr als 6 Wochen betragen. Erst mit dem Schriftstück, dass du per Post erhältst, kannst du dich für die theoretische Prüfung anmelden. Diese wiederum musst du vor der praktischen Prüfung ablegen. Ich rate dir, die theoretische Prüfung noch vor den Sonderfahrten (Landstraße-, Autobahn- und Nachfahrt) zu machen, denn dann hast du noch genügend Zeit die theoretische Prüfung vor der praktischen Prüfung zu wiederholen, falls es doch nicht gleich beim ersten Mal mit der Theorie klappen sollte.

3.Fahre mit gutem Fahrlehrer und nach Gefühl

Mit meiner Fahrschule in Berlin war ich sehr zufrieden. Es geht nichts über Fahrlehrer, die ihren Beruf wirklich lieben und einem in jeder Situation zur Seite stehen/fahren!

Ich hatte noch vor Beginn der praktischen Ausbildungszeit einen eigenen Helm, Motorradhandschuhe, Lederjacke mit Protektoren und Motorradstiefel. Eine Hose habe ich mir die ersten Fahrstunden ausleihen können – ohne Leihgebühr. Mein Fahrlehrer Harry hat schon zig Jungs und Mädels mit seiner ruhigen Art zum Führerschein verholfen. Ihm sind sämtliche Macken und Problemchen von Fahranfängern bekannt und passt den Unterricht dementsprechend für jeden Fahrschüler individuell an.

Die ersten Fahrübungen auf dem Übungsplatz habe ich mit einer 125-er gemacht. Eine 125-ger Maschine ist optisch kleiner und hat weniger „Bumms“, ist jedoch einfach in der Handhabung und sehr wendig, also ideal für die ersten aufregenden Fahrstunden!
Das Harry nicht – wie einige andere Fahrlehrer – mit dem Auto hinter meiner Fahrschulmaschine her gefahren ist, war für mich ein großes Plus. So waren wir, jeder mit seiner Maschine, unterwegs und bildeten unsere eigene kleine Motorrad-Gang. Das fand ich schon ziemlich lässig und zudem sehr beruhigend Harry in meiner Nähe zu wissen.

Meine Erfahrung mit Fahrlehrern: Ein guter Fahrlehrer wird dich optimal und ohne Stress auf die praktische Prüfung vorbereiten. Neben dem eigentlichen Fahren sind zuallererst die Grundfahraufgaben zu meistern.
Sei geduldig mit dir und der Maschine. Ihr müsst euch beide erst einmal kennenlernen. Wir Mädels neigen oft dazu immer alles besonders „schön“ machen zu wollen. Achte mehr auf dein Gefühl beim Fahren, weniger auf deinen Kopf und nimm die Tipps deines Fahrlehrers an.

4.Lerne ohne Stress für die theoretische Prüfung

Kaum bei der Fahrschule angemeldet, sitzt man auch schon im Theorieunterricht. Einige Verkehrsregeln hat man zum Teil irgendwie anders in Erinnerungen oder sind neu hinzugekommen, daher verlasse dich nicht auf dein Glück und gehe nicht unvorbereitet zur Theorieprüfung!

Das dümmste was dir passieren kann ist, dass du mit Pauken und Trompeten durchfällst und die Prüfungsgebühr verschleudert hast.
Übrigens kannst du dir das genau drei Mal leisten – danach bist du für eine erneute Wiederholung der Theorieprüfung vorerst drei Monate gesperrt und somit rückt der  Motorradführerschein in weite Ferne.

Hier mein ultimativer Rat für ein Lernen ohne Stress: Gehe alle Prüfungsfragen mindestens ein Mal durch und mache auch zwischendurch ein paar Übungstests. Nur für dich, damit du sicher bist, dass du bereit für die theoretische Prüfung bist. Ganz ohne Stress geht dies mit einer App fürs Handy. Ich habe sie selbst benutzt und kann sie absolut weiterempfehlen. Die App beinhaltet Fragen und Antworten aller Führerscheinklassen und sehr hilfreiche Extra-Funktionen und ist ihren Preis absolut wert. Sie hilft dir überall und zu jeder Zeit – auch mal beim TV-Abend auf dem Sofa – zu lernen. Es gibt sie als Führerschein-App für das iPhone und als Führerschein-App für Android.

Eine Übersicht aller Funktionen und Vorteile der App findest du hier: >> www.iführerschein.de

5.Spare nicht an guter Motorradbekleidung

Eins kann ich dir vorweg mitgeben – spare nicht am Helm, nicht an der Bekleidung und auch nicht an den Motorradstiefeln oder Handschuhen. All diese Dinge dienen deiner Sicherheit!

Bei aller Liebe zum Fahren und rücksichtsvollem Miteinander auf den Straßen – deine Gesundheit sollte dir zu jederzeit schützenswert sein. Im Falle eines Falles. Lies hierzu die neuen Regeln bei der Ausbildung und Prüfung.

Nimm dir bei der Suche nach deinem perfekten Outfit ein wenig Zeit. Probiere verschiedene Sachen an. Und lasse dich von den Fachverkäufern beraten. Diese erklären dir gerne die Vorteile von Leder- und Textilbekleidung und helfen dir auch bei der Suche nach einem passenden Helm.

Außerdem möchtest du noch die nächsten Jahre Freude an deinem Motorrad-Outfit haben – also keine voreiligen Einkäufe und keine Kompromisse!

Mein Tipp für deinen perfekten Helm: Die Optik ist natürlich Geschmackssache, ganz klar. Außerdem erweisen sich  preisgünstige Motorradhelme bei der Schutzfunktion oftmals als den teuren Modellen ebenbürtig, die Belüftung und Akustik sind jedoch häufig mäßig. In einigen Louis-Filialen kann man den Helm in einem Windkanal testen. Also unbedingt ausprobieren! Wichtig ist auch der Tragekomfort. Du solltest den Helm möglichst 30 Minuten aufbehalten um unangenehme Druckstellen ausschließen zu können.

Andrea|MotoLiebe
Geschrieben von Andrea|MotoLiebe
Kopf & Herz von MotoLiebe
1 Kommentar

Deine Meinung zu “Vorbereitung ist alles: Ohne Stress zum Motorradführerschein

  1. Vielen Dank für den tollen Beitrag zum Thema Motorradführerschein. Mein Sohn will schon seit langem seinen Schein machen wir haben uns jetzt auch umfangreich informieren lassen und auch beraten lassen. Dein Artikel gibt einen super Überblick über alles notwendige, was man wissen muss.

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